• Dieter Friedli

Schlachtnebenprodukte: Abfall oder Wertstoff?

Aktualisiert: 5. Aug.


Die Friedli AG ist ein kompetenter Partner für verschiedene verfahrenstechnische Bereiche und Branchen. Wir verfügen im Bereich der Schlachtnebenproduktverwertung über spezifisches Know-how.


Folgende Prozesse gehören zu unseren Kernkompetenzen:

  • Annahme und Zerkleinerung

  • Klassierung

  • Trocknung

  • Entfettung

  • Pneumatische oder mechanische Förderung

  • Lagerung

  • Abwasserbehandlung

  • Abluftbehandlung

Im Bereich der Knochenentfettung zeigen namhafte Referenzen, dass wir ein wichtiger Player dieser Nische sind. Des Weiteren arbeiten wir seit 2017 mit der Firma Flottweg SE für hochmoderne und wirtschaftliche Trennprozesse partnerschaftlich zusammen.

Was sind Schlachtnebenprodukte?


Viele Menschen essen täglich Fleisch oder Wurst. Wird ein Tier geschlachtet, entstehen neben den Lebensmitteln auch Schlachtnebenprodukte wie Knochen, Innereien und Blut. Sie eignen sich nicht oder nur eingeschränkt für die Herstellung von Nahrungsmitteln.

Schwein, Huhn und Rind sind mehr als Flügeli, Filets und Koteletts


Schlachtnebenprodukte, also alle tierischen Teile, die nicht von Menschen verzehrt werden, landen nicht nur im Hundenapf. Auch im Autotank oder sogar im Badezimmer finden sich tierische Produkte wieder.


Bei einer Schlachtung fallen die unterschiedlichsten Fleischstücke an. Eigentlich könnte man sie problemlos verzehren. Allerdings sind sie hierzulande kaum gefragt. Zu diesen Produkten zählen unter anderem:

  • Innereien wie Milken, Leber oder Kutteln

  • Siedfleisch

  • Zunge oder Haxen

Diese Rohstoffe werden teilweise zu Wurstwaren verarbeitet oder sind ein fester Bestandteil von Haustierfutter. In dem Versuch, dem Trend entgegenzuwirken, vorzugsweise Edelstücke zu verzehren, gibt es immer wieder Nose-to-Tail-Kampagnen. Um den Bedarf der bevorzugten Fleischstücke zu decken, ist ein Import aus dem Ausland erforderlich.

Was bedeutet Nose to Tail?


Den Begriff hat der Engländer Fergus Henderson geprägt. 1999 veröffentlichte er ein Kochbuch. Darin beschrieb er die Verwertung eines kompletten Schweins. Nach seinen Angaben ist es möglich, von einem geschlachteten Tier bis auf wenige Ausnahmen alles zu essen. In diesem Zusammenhang galt der Zubereitung der Innereien besondere Aufmerksamkeit.

Was kann man aus Schlachtnebenprodukten herstellen?

Die nährstoff- und energiereichen Nebenprodukte der Schlachtung bieten ideale Voraussetzungen, um daraus zahlreiche weitere Produkte herzustellen. So werden daraus unter anderem Wursthüllen, Kosmetika, Lederwaren, Medikamente und Gelatine produziert.


Schlachtnebenprodukte werden zum Teil sogar zu Biodiesel verarbeitet. Auch für die Herstellung von Biogas sind sie unverzichtbar. Für diese Verfahren kommen Rohstoffe zur Anwendung, die selbst für den Verzehr durch Katzen und Hunde ungeeignet sind. Werden die Rohstoffe im Zusammenhang mit der Krankheit BSE als riskant eingestuft, ist es ebenfalls nicht möglich, sie zu verzehren.

Welche Produkte entstehen aus Schlachtnebenprodukten?

Alljährlich werden in der Schweiz 60 Millionen Tiere geschlachtet. Dabei entstehen ungefähr 240'000 Tonnen Schlachtnebenprodukte. Lediglich rund ein Drittel davon landet als Schnitzel und Ähnliches auf Schweizer Tellern.


Haut, Fell, Knochen und Fette sind nur einige der wertvollen Ressourcen, um daraus weitere Produkte herzustellen. Tierische Fetterzeugnisse eignen sich hervorragend zum Anbraten. Daher wird Tierfett für eine Vielzahl an Spezialfetten für die Lebensmittelindustrie verwendet.


Auch in Seifen, Kerzen, Waschmittel und selbst in Kosmetika sind Tierfette wichtige Bestandteile. Sie erlauben es, andere Öle, die für die Ernährung geeignet sind, einzusparen.


Bei den Knochen wird zwischen lebensmittelfähigen Knochen und solchen, die als Risikostoffe gelten, unterschieden. Aus der ersten Art gewinnt man Gelatine, die sich nicht nur in zahlreichen Lebensmitteln befindet. Auch Medikamentenkapseln oder im Bereich der Kosmetika spielt Gelatine eine essenzielle Rolle.

Friedli AG: Ihr Anbieter für Gesamtanlagen


Die Friedli AG ist seit 1992 als Anbieter für hochwertige Gesamtanlagen tätig. Wir planen und realisieren für Sie Anlagen für die Verarbeitung und Veredelung von Schlachtnebenprodukten. Des Weiteren erstellen wir für unsere Kunden Pelletieranlagen für Holz und sind mit der Aufbereitung von Biomasse befasst. Als internationaler Keyplayer bieten wir hochwertige Anlagen für Getreide- und Futtermittel.


Die Stärken unseres Familienbetriebs mit Sitz in Burgdorf liegen in einem hohen Qualitätsstandard und einem langjährigen Know-how. Der Einsatz modernster und zukunftsorientierter Technik gehört für uns selbstverständlich zum täglichen Geschäft. Sie möchten mehr über unsere Dienstleistungen und Anlagen wissen? Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.


0 Kommentare