• Dieter Friedli

Fördertechnik: Mechanische und pneumatische Förderung einfach erklärt


Fördertechnik

Wir von der Friedli AG sind Ihre Partner für alle Belange moderner Prozesstechnik und Fördertechnik. Unsere Leistungen beginnen bei der ersten Beratung und reichen bis zum Service und Unterhalt Ihrer Produktionsanlagen. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen die Unterschiede zwischen mechanischer und pneumatischer Fördertechnik erläutern.

Was versteht man unter mechanischer Fördertechnik?


Ganz allgemein bezeichnet die Fördertechnik eine Disziplin, die zum Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus gehört. Sie befasst sich mit Aufgaben rund um

  • Konzeption,

  • Auslegung,

  • Planung und Ausführung von Fördermitteln.

Was ist die pneumatische Fördertechnik?

pneumatische Fördertechnik

Unter der Bezeichnung «pneumatische Förderung» wird der Transport von Schüttgütern mittels Unter- oder Überdruck zusammengefasst. Schüttgüter lassen sich mithilfe von Luft durch Rohrleitungssysteme bewegen. Das stellt die Basis für die pneumatische Förderung dar.


Typische Schüttgüter, die mit der pneumatischen Förderung bewegt werden, sind:

  • Pulver

  • Granulate

  • Körner

  • unregelmässig geformte Partikel mit einer Grösse von weniger als 20 Millimetern

Meist bewegt sich die Schüttdichte in einem Bereich zwischen 0.1 und 1 kg/dm3.


Strömt die Förderluft durch die Rohre oder Schläuche, dann überträgt sie eine Vortriebskraft auf das Fördergut. Diese Art der Fördertechnik erfordert zwischen Anfang und Ende der Rohrleitung grundsätzlich einen Druckunterschied. Um ihn zu erzeugen oder zu überwinden, kommen eigens dafür konzipierte Fördergebläse zur Anwendung. Die pneumatische Förderung kann als Saug- oder Drucksystem umgesetzt werden.


Grundsätzlich wird zwischen der Dichtstromförderung und der Dünnstromförderung unterschieden.

Die Dünnstromförderung


Ein grosser Teil der Schüttgüter wird mittels der Dünnstromförderung transportiert. Dabei werden die Partikel durch die Luft bewegt. Die Gasgeschwindigkeit hängt massgeblich von der Grösse, dem Gewicht und der Form der Partikel ab. Sie beträgt zwischen vier und 40 Metern pro Sekunde.

Die Dichtstromförderung


Diese Art der Fördertechnik eignet sich für grob-disperse Schüttgüter mit enger Teilchenverteilung. Unter anderem ist die Dichtstrom- oder Langsamförderung für Granulate und ähnliche Schüttgüter optimal.


Anders sieht es bei Schüttgütern aus, deren Teilchengrössenverteilung breiter ausfällt. Bei geringer Permeabilität (Luftdurchlässigkeit) und hohen Feinanteilen können sogenannte Stopfer entstehen. Dies lässt sich mit einer sekundären Luftzufuhr wirkungsvoll verhindern.


Die Beförderung der Schüttgüter geht mit hohen Luftgeschwindigkeiten einher. Das kann Materialabrieb oder Verschleiss zur Folge haben. Im Rahmen der Dichtstromförderung gibt es verschiedene Methoden, ein bestimmtes Förderprodukt so schonend wie möglich zu transportieren. Das minimiert das Risiko von Verschleiss und Abrieb.


Die Dichtstromförderung ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Qualität des Endproduktes. Das wiederum wirkt sich vorteilhaft für den Endverbraucher aus.

Dichtstromförderung: Gängige Anwendungen

  • Extrudiertes oder granuliertes Futter / Futterwürfel

  • Holzpellets

  • Knochenschrot

  • Produkte mit hohem Schüttgewicht

  • Abrasive Materialien

Dünnstromförderung: Gängige Anwendungen

  • Schüttgut mit geringem Schüttgewicht

  • nicht-abrasive Materialien

  • robuste Materialien

Was versteht man unter mechanischer Fördertechnik?

mechanischer Fördertechnik

Die mechanische Förderung bezeichnet die Bewegung fester Stoffe. Sie beginnt bei der Rohstoffanlieferung und verläuft vom Produktionsbeginn bis zum Abschluss in einer Verteilstation oder einer Verpackungsanlage. Für die mechanische Fördertechnik zählen Schneckenförderer, Kettenförderer, Elevatoren und Förderbänder zu den wichtigsten Maschinen.


Schneckenförderer


Diese Förderer basieren auf dem Prinzip der archimedischen Schraube. Ein spiralförmiges Flachmetall ist das zentrale Trägerelement. Die Spirale dreht sich um die eigene Längsachse. Durch die Relativbewegung zum Produkt wird das Schüttgut in axialer Richtung in einem Trog oder einem Rohr vorwärts transportiert.


Förderschnecken werden je nach Anwendung ausgelegt und können mit oder ohne Innenrohr ausgeführt sein. Förderschnecken setzen wir für Durchsatzleistungen bis zu 300 m3/h ein.


Schneckenförderer können nebst der klassischen Anwendung mit Neigungen bis zu 45° auch als Senkrechtförderer ausgeführt werden. Dadurch sind extrem platzsparende möglich.

Förderer ohne Innenrohr werden vorwiegend für Schüttgüter mit hoher Feuchtigkeit und grösserer Körnung eingesetzt. Dort garantieren sie eine extrem wartungsarme und kosteneffiziente Fördertechnologie.


In einigen Anwendungsfällen können sogenannte flexible Schnecken eine tolle Alternative zu den starren Schnecken bilden.


Kettenföreder und Palettenförderer


Kettenförderer verfügen über einen Förderschacht und einer Kette, welche auf hochverschleissfesten Kunststoffen geführt wird. Die Förderer werden in der Regel horizontal eingesetzt.


Palettenförderer sind Kettenförderer, welche zusätzlich an den Kettenglieder angeschraubte Kunststoffpaletten aufweisen. Dadurch sind Steigungen bis 45° möglich. Zudem können die gewünschten Förderleitstungen bei geringerer Kettengeschwindigkeit erreicht werden, was sich positiv auf den Verschleiss auswirkt.


Elevatoren / Becherwerke


Elevatoren dienen zur vertikalen Überhebung von Stüttgütern. Ihr klassisches Einsatzgebiet sind Getriede- und Futtermittel. Sie werden aber auch für die Überhebung von Holzspänen, Pellets oder anderer Biomasse verwendet. Ihre Förderleistungen reichen bis zu 500 m3/h.


Bandförderer


Bandfördersysteme gehören zu den Endlos-Transportsystemen. Ein Förderband läuft zwischen zwei Trommeln und befördert dabei Schüttgut. Diese Systeme eignen sich für grosse Produktionsmengen. Auch das Spektrum der Produktionsarten ist sehr breit gefächert. Die Breite und Länge des Förderbandes werden von der Art der Anlage bestimmt. Auch das zu transportierende Material spielt eine essenzielle Rolle.

Vibrationsförderer


Auch dieses Fördersystem wird zu den Endlos-Transportsystemen gezählt. Im Gegensatz zum Bandförderer erfolgt der Transport mittels kontrollierter Vibrationen in den Schüttelrinnen. Das sorgt für eine schonende, sehr gleichmässige und sanfte Beförderung. Bei dieser Fördertechnik kommt das Produkt nicht mit mechanischen Komponenten in Kontakt. Daher eignet sich diese Methode für hygienische Anwendungen.


Die Friedli AG bietet grundsätzlich 2 Arten von Vibrationsförderer an:

  • Vibrationsförderer mit Unwuchtmotoren

  • Vibrationsförderer mit Magnetantrieben

Die Friedli AG: Ihr leistungsstarker Partner

plan

Als Familienbetrieb in der zweiten Generation sind wir seit 1992 als Keyplayer auf den folgenden Gebieten tätig:

  • Pelletieranlagen für Holz

  • Aufbereitung von Biomasse

  • Getreide- und Futtermittel

  • Veredelung von Schlachtnebenprodukten

Als erfahrene Planer für Prozesstechnik planen und realisieren wir für Sie prozesstechnische Gesamtanlagen aus einer Hand. Ebenso erhalten Sie bei uns Einzelkomponenten, die optimal auf Ihre Bedürfnisse und Einsatzzwecke zugeschnitten sind. Sie möchten mehr über unsere Produkte und Dienstleistungen wissen? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

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